Verordnung über Ausnahmen von der Sonn- und Feiertagsruhe
in den Bedürfnis-Gewerben

(Bedürfnis-Gewerbeverordnung)
Vom 4. September 1997
Amtsblatt 1997, S. 890

Auf Grund des § 13 Abs. 2 Satz 2 in Verbindung mit § 13 Abs. 1 Nr. 2a des Arbeitszeitgesetzes vom 6. Juni 1994 (BGBl. I S. 1170), geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 30. Juli 1996 (BGBl. I S. 1186) *1*, in Verbindung mit § 3 der Verordnung über Zuständigkeiten nach dem Arbeitszeitgesetz vom 4. Dezember 1996 (Amtsbl. S. 1507) verordnet das Ministerium für Frauen, Arbeit, Gesundheit und Soziales:

§ 1

(1) Soweit die Arbeiten nicht an Werktagen durchgeführt werden können, dürfen abweichend von § 9 Arbeitszeitgesetz Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen in den folgenden Betrieben beschäftigt werden:

(2) Die Ausnahmen nach Absatz 1 Nr. 7 bis 9 gelten nicht an den folgenden Feiertagen: Neujahr, Karfreitag, Ostern, 1. Mai, Pfingsten, Tag der Deutschen Einheit, Allerheiligen, Heiligabend ab 16.00 Uhr und Weihnachten.

(3) Weitere Ausnahmemöglichkeiten auf Grund des Arbeitszeitgesetzes bleiben unberührt.

§ 2

Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Anordnung über Ausnahmen von der Sonntagsruhe in den Bedürfnisgewerben vom 27. November 1963 (Amtsbl. S. 716, ber. S. 744), geändert durch das Gesetz vom 26. Januar 1994 (Amtsbl. S. 509), außer Kraft.

*1* ArbZG zuletzt geändert durch Art. 35 des Gesetzes vom 21. Dezember 2000 (BGBl. I S. 1983).

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